{ Leseprobe 147 }

Literatur von Martin Ganter

Aus dem Werk "Sonette der Liebe"

Der ich am Herzen, Liebste, dir geruht,

wie wär bei dir ich jetzt wieder so gerne,

jetzt, wo der Tag erwacht und aus der Hut

der Nacht sich löst. Und trittst mir wieder ferne?

 

Und glaubte eben noch, als ich erwachte,

leis deinen Atem neben mir zu hören,

dass ich im Stillen glücklich bei mir dachte:

?Sie schläft ja! Still! Woll nicht den Schlaf ihr stören!

 

O Palmspross Du, aus Paradieses Samen,

mir zugesprochen fest in festem Wort!

Sind wir unwissend auch, woher wir kamen,

und um das Ziel der Fahrt, der Liebe Hort:

 

Sind wir unwissend auch, woher wir kamen,

gabst mir ins Herz doch deiner Liebe Namen!